Anlässlich des Gedenkens an Fritz Stern

Im Rahmen einer würdigen Feierstunde hat der Breslauer Stadtpräsident Rafal Dutkiewicz  am 10. Oktober 2018 die von Barbara Olech gestaltete Bronzebüste des Historikers Fritz Stern (1926 – 2016) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften übergeben.

„Die junge polnische Bildhauerin hat ihm einen ironischen Zug gegeben. So hält die Bronze-Büste Fritz Sterns von Barbara Olech, die am Mittwoch in der Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt aufgestellt wurde, den lebhaften, stets freundlich zugewandten Charakter in Erinnerung, der den vor zwei Jahren in New York verstorben Historiker auszeichnete. Der Kopf setzt aber auch ein Zeichen: Entstanden auf Initiative der Stadt Wroclaw, bekräftigt er die Verbundenheit von Breslau, Sterns Geburtsort, mit Berlin.“ Weiterlesen im Tagesspiegel vom 12. Oktober 2018.

Diese Gelegenheit nutzte Konrad Kutt zu einem Interview mit dem Stadtpräsidenten. Er knüpfte dabei an einen Artikel im Berliner Tagesspiegel vom 20. Juni 2018 *) an, in dem Dutkiewicz von der Bedeutung der Bildung und des „multikulturellen Dialogs“ sprach. Der ganz praktische Hintergrund für dieses Gespräch ist die erneute Umsetzung der deutsch-polnischen BücherboXX in Breslau vom Willy-Brandt-Zentrum zum Zentrum für Lehrerfortbildung und die damit verbundenen Überlegungen zu einem bilateralten Fortbildungsprojekt für Lehrerinnen und Lehrer zur Förderung der interkulturellen Kompetenz im Umgang mit Vielfalt und Fremdheit.

*) Interessant auch in Bezug auf den Überbegriff „Europa, nimm eine Dusche!“, in dem Breslaus Präsident Rafal Dutkiewicz über die europäische Identität seiner Stadt und die Wehrhaftigkeit von Politik spricht: „Politik ist die Fähigkeit, Möglichkeiten zu schaffen. Dazu müssen Politiker Visionen liefern. Breslau ist Beispiel einer solchen Vision. Seine Identität ist eine zutiefst europäische – lokal und zugleich universell. Nun wird sie bedroht. Eine braune Welle rollt durch Europa. Was tun? Die Nationalismen sind wie ein fieser Schweißgeruch. Wer hart arbeitet, muss ihn abwaschen. Deshalb rufe ich aus Breslau: Europa, nimm eine Dusche!“

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[11.10.2018] Treffen an der BücherboXX Gleis 17 mit Karol Broniatowski

Zum Treffen von etwas 20 Kümmerern an der BücherboXX Gleis 17 hatten wir auch den polnischen Künstler Karol Broniatowski eingeladen. Er erläuterte die von ihm geschaffene Wandskulptur am Eingang zur Rampe gegenüber der BücherboXX. Die leeren Formen menschlicher Körper in Bewegung hinterlassen tiefe Gefühle an einem „Ort des Geschehens“, eines unfassbaren Geschehens. Was viele nicht wussten: die Beton-Wand hatte wohl schon immer die Funktion einer Stützwand hin zum höhergelegenen Gleisbett. Ein Zeitlang fuhren in den 80er Jahren auch Autos zum Auto-Reisezug dran vorbei. Er aber hat diese Wand freigelegt, das Vorhandene belassen und künstlerisch bearbeitet – als Anklage, zur Erinnerung und Mahnung.

Aktuell sind Arbeiten von Broniatowski bis zum 5. November 2018 im Kunsthaus Dahlem zu besichtigen. Hier die Anfahrtsbeschreibung mit Fahrplanauskunft … Käuzchensteig 8, 14195 Berlin.

Ein Treffen an der BücherboXX soll jetzt regelmäßig einmal im Monat stattfinden.

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Interview mit Baruch Many. Rechtsanwalt aus Tel Aviv/Israel

Du bist gerade für vier Wochen in Berlin und nimmst an einem Deutschkurs im Goethe-Institut teil. Wann hast Du zum ersten Mal von der BücherboXX gehört?
Das erste Mal, als ich von der BücherboXX gehört hatte, war ich noch in Tel Aviv, denn unsere Lehrerin hatte das als Thema gewählt. Sie hat uns den Begriff einfach BücherboXX genannt und wir sollten herausfinden: was könnte das sein? Erst später hat sie uns aufgeklärt und wir fanden die Idee besonders gut. Auch in Tel Aviv gibt es die Möglichkeit Bücher zu nehmen und zu bringen, aber es fehlt das Konzept dahinter.

Dein Großvater, Manfred Ullmann, hat mit seiner kleinen Tocher, Deiner späteren Mutter, Deutschland im Jahre 1933 verlassen müssen. Wie waren die näheren Umstände?
Mein Großvater wurde 1933 in Thüringen verhaftet – wegen politischer Aktivitäten. Meine Großmutter kam darauf mit ihrer kleinen Tochter zum Amt und hat darum gebeten, dass er entlassen werden sollte. Jemand hat gesagt, ja, aber sie müssen Deutschland sofort verlassen. Glücklicherweise waren sie dadurch außer Gefahr.

Woher kommt Deine Liebe zu Büchern?
Schon als Kleinkind fand ich Bücher ganz interessant, denn die Bücher konnten mich in andere Welten versetzen. Durch Bücher kann man andere Erfahrungen realisieren und man lebt mehrfach. Zum Lesen angeleitet haben mich meine Eltern, insbesondere vom Vater habe ich viel gelernt.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Das Buch von San Michele. Der Arzt Axel Munthe aus Schweden, beschreibt seine Lebenserinnerungen. Er studierte Medizin in Paris, war Arzt für reiche Leute hat aber auch den Armen geholfen. Er hat eine Villa auf Capri gekauft, wo der Kaiser Tiberius gewohnt hatte. Ich mag das Buch, weil der Arzt so menschlich ist, er kann menschliche Situationen mit Humor und Empathie beschreiben.

Welche Bedeutung hat für Dich das Mahnmal Gleis 17 im Bahnhof Grunewald? Du gehst ja jeden Tag daran vorbei.
Wenn man die Daten und Eintragungen sieht, begreift man: das war fast jeden Tag, Unglaublich. Ich habe fast alles darüber gelesen. Memoiren, Tagebücher, Romane usw. Aber wenn ich hier stehe, fühle ich mehr als man das jemals aus Büchern verstehen könnte. Zum Denkmal von Karol Broniatowski: man sieht das Vakuum, die Löcher, die Nicht-Existenz und das zeigt, was bleiben könnte: das Nichts, gäbe es nicht die Erinnerung.

Was denkst Du über die BücherboXX am Gleis 17?
Alle BücherboXXen sind ein wunderbares soziales Phänomen und am Gleis 17 ist die BücherboXX etwas ganz Besonderes und es ist klar warum.

Der Architekt und Künstler Mischa Ullmann, ein entfernter Verwandter von Dir, hat das Denkmal an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Bebelplatz entworfen. Von Heinrich Heine stammt der Satz „Wer Bücher verbrennt, verbrennt eines Tages auch Menschen“. Am 9. November 2018 jährt sich zum 80. Mal die Reichsprogromnacht. Wie wichtig ist auch heute nach so langer Zeit noch die Erinnerung an diese schreckliche Zeit?
Die Erinnerung ist sehr wichtig, nicht nur für Deutschland. Eine Botschaft für die ganze Welt. Wir müssen toleranter werden. Wenn wir nicht bereit sind, anderen zuzuhören und wir nicht erlauben, dass auch andere Meinungen existieren können, dann verlieren wir etwas von der Menschlichkeit und das ist eine Warnung für die ganze Welt, denn Intoleranz kann überalll existieren.

Leuten gegenüber, die den Holocaust verneinen, alle müssen lernen. Jemand hat einmal gesagt, dumme Leute lernen nicht aus ihren eigenen Erfahrungen, aber kluge Leute können auch von Erfahrungen anderer Leute lernen.Wer die Geschichte nicht kennt, kann leicht weitere Irrtümer begehen. Wir müssen die Geschichte kennen, die wahre Geschichte.Oder: wer die Geschichte nicht kennt, muss immer leben wie ein kleines Kind.

Du hast sogar einen Vortrag über die BücherboXX mit vielen Bildern in Deinem Deutschkurs im Goethe-Institut gehalten. Und, wie war die Resonanz?
Die Resonanz war großartig. Einige haben sogar einen schriftlichen Kommentar abgegeben:

  • eine alte Telefonzelle, die man nicht mehr braucht, hat so ein zweites Leben. Sie weckt das Interesse der Fußgänger, die nicht unbedingt häufig lesen..Olivia aus Fontainebleau, Frankreich
  • die Idee ist fantastisch. Die Jugendlichen brauchen unbedingt vielmehr Projekte wie BücherboXX. Da ich als Kunstlehrerin in einer Sekundarschule tätig bin, verstehe ich sehr gut, was es bedeutet, mit Jugendlichen gemeinsam zu arbeiten…Eliana aus Argentinien
  • wir finden Ihre Idee vom Umbau der Telefonzellen zu BücherboXXen wirklich super.Wir sind total davon überzeugt, dass Ihr Projekt unseren jungen Leuten überall in Deutschland, in Europa sowie in der ganzen Welt eine bedeutungsvolle Inspiration eingebracht hat. Diana und Tammy aus Italien und Vietnam
  • Baruch hat uns dieses Projekt sehr anschaulich dargestellt und vielleicht tragen die Teilnehmerinnen diese tolle Idee auch in andere Länder..Deutschland
  • ich bin total begeistert von Ihrem Projekt. Menschen machen Bücher, aber Bücher machen Menschen- Die Idee leuchtet nicht nur in Berlin sondern in der ganzen Welt ein.. Jee Eun aus Korea
  • vom Projekt BücherboXX habe ich schon in Taiwan gehört und ich bin nochmal begeistert von der Präsentation Baruchs. Was für eine tolle Idee. Hsiang Yu aus Taiwan
  • freue ich mich, dass Sie sich um die jungen Leute kümmern. Dadurch könnte die nächste Generation ihre Beherrschung der deutschen Sprache verbessern… Christian aus USA

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch!

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Erprobung in Zittau

Im Rahmen eines Projektes von Studierenden der Hochschule Zittau/ Görlitz haben sie am 01.09.2018 eine BücherboXX auf dem Zittauer Markt eröffnet. Die Mini-Straßenbibliothek ist im öffentlichen Kulturraum, für alle uneingeschränkt zugänglich und dient dem kostenlosen Büchertausch. Das Motto der BücherboXX lautet: Nimm ein Buch, bring ein Buch, lies ein Buch! [aus der Website der Hochschule Zittau-Görlitz]

Wir wünschen viel Erfolg!

Mehr gibt es auf der Seite der Hochschule … und der Zittauer-BücherboXX-Facebookseite.

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2.09.2018 | Einladung StoryboXX

Seit Ende Juli steht sie nun auf dem Tempelhofer Feld: die StoryboXX! Mit einer offiziellen Eröffnungsparty möchten wir uns bei allen bedanken, die den Weg bis hierher mit uns gegangen sind. In ungezwungener Atmosphäre, mit dem Team von Field Trip, Euch und Menschen vom Feld feiern wir einen Nachmittag lang unser Projekt zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Tempelhofer Feldes.

Kommt zur unserer großen Sause: Eröffnungsfeier der STORYBOXX!
Sonntag, 2. September 2018
16h – 20h bei der StoryboXX (Allmende Kontor Gemeinschaftsgärten, Tempelhofer Feld).

Wir weihen die StoryboXX mit Musik, Getränken, Geschichten… und noch viel mehr ein!

Die StoryboXX ist Teil des Field Trip Dokumentarfilm-Projekt. Alle Infos unter https://fieldtrip.berlin :: Facebook zum Teilen.

Hier gibt es paar Eindrücke vom Eröffnungstag …

 

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Das Tempelhofer Feld hat wieder eine BücherboXX

Eva rechts & Svenja links im Bild

Die BücherboXX Europa I wanderte am 23. Juli 2018 vom beschaulichen Leon-Jessel-Kiez in Wilmersdorf zum pulsierenden, kreativen Tempelhof Feld (Neukölln).
Hier ist die BücherboXX Teil eines historisch-künstlerischen Dokumentar-Projekts und entwickelt sich – einmalig für Berlin – zu einer StoryboXX weiter.
Sie wird mit einer Hör-BoXX ausgestattet, mit der Kurzgeschichten zum Feld „hörbar“ gemacht werden. Gleichzeitig kann der Besucher über eine 0800-er Nummer eine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und Meinungen aufsprechen. Mehr noch als das Geben und Nehmen von Büchern wird es darum gehen, das Erinnerte und die Gedanken zur Sprache zu bringen.

Verantwortlich für das partizipative Projekt „Field-Trip“ sind u. a.: Eva Stotz und Svenja Klüh, siehe auch auf der Website des Projektes.

Die BücherboXX Europa I steht am Eingang der Gemeinschaftsgärten „Allmende Kontor“, wo vor einigen Jahren bereits die BücherboXX Luftbrücke stand, die sich nur 500 m Luftlinie entfernt auf dem Herrfurthplatz größter Beliebtheit erfreut.

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Interview zur BücherboXX mit Berlins Kultursenator

Der Berliner Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer, stellt sich den Fragen von Konrad Kutt zur Nachhaltigen BücherboXX.

Foto: © SenKultEuropa, EU

1. Die BücherboXX Europa hat mehrere Monate in Ihrer Senatsverwaltung für Kultur und Europa gestanden, jetzt haben Sie auch die deutsch-polnische BiblioboXX in Breslau (Wrocław) besucht. Welches ist Ihr genereller Eindruck, welche Verbindungen kommen Ihnen in den Kopf?

A.: Die BücherboXX Europa wurde in unserer Senatsverwaltung sehr gut angenommen – von den Kolleginnen und Kollegen, aber auch von anderem Publikum, das hier ins Haus kommt. Das Motto „Bücher verbinden Europa“ gefällt mir sehr gut, denn Bücher erzählen uns etwas über das andere Land, die Menschen, über Bücher kann man sich austauschen, diskutieren, streiten, lachen. Man kann sie weitergeben, ausleihen. Und genau dieses kommunikative Element ist es ja auch, das die BücherboXX fördern möchte.

2. Das vorherrschendes Thema heißt Digitalisierung. Dagegen hat es das Buch als traditionelles europäisches Kulturgut schwer. Stadtbüchereien verschwinden, das Buch ist nicht mehr sichtbar, die Fähigkeit zum Lesen schwindet mehr und mehr. Kann die BücherboXX an der Straßenecke diesen Trend aufhalten?

A.: Ich glaube, dass die BücherboXX ihren Teil dazu beiträgt, dass das Buch weiterhin ein zentrales Medium bleibt. Ganz so schwarz würde ich die Entwicklung des Buches allerdings nicht zeichnen: Obwohl das Buch in einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Medien um die Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen steht, behauptet es sich doch in der Medienlandschaft. Das zeigen auch die Zahlen, die zum Buchmarkt in Deutschland vorliegen.

3. Auszubildende und Berufsschüler/innen sind am Aus- und Umbau einer BücherboXX in mehreren Gewerken maßgeblich beteiligt. Die BücherboXX versteht sich als berufspädagogisches, nachhaltiges, kulturelles und politisches Projekt. Welche Rolle spielen Ihrer Meinung nach diese Kompetenzen in der Berufsausbildung?

A.: Das war ja eines der Anliegen des Projektes BücherboXX Oder-Partnerschaft, diese Kompetenzen an Zielgruppen zu vermitteln, die möglicherweise nicht so viele Berührungspunkte mit dem Nachbarland haben. Ich denke, dieser grenzüberschreitende Dialog, der Aufbau interkultureller Kompetenzen und auch das Wissen über die Vergangenheit sind ganz wichtige Elemente. Und das Thema Nachhaltigkeit sollte natürlich sowieso dazu zählen, in einer Zeit, in der immer noch zu viel unreflektiert weggeworfen wird.

4. Man spricht heute von der Wiederentdeckung der Straße im Sinne einer kulturellen und kommunikativen, gemeinschaftsbildenden Aneignung durch Bürger. Die frei zugängliche BücherboXX ist als eine Bibliothek an der Ecke oder im Kiez gedacht. Hat sie gegen die Vormacht von Konsum, Auto und Beschleunigung überhaupt eine Chance?

A.: Sicherlich ist es auch wichtig, die BoXX in regelmäßigen Abständen zu „beleben“, z.B. durch Veranstaltungen oder kulturelle Events vor Ort.

Breslau Einweihung BiblioboXX in Schule N. 5

5. Sie haben in einem Salongespräch am 25. März 2018 im Oppenheim-Haus in Wrocław von der Bedeutung des Kultur- und Kreativsektors im Rahmen der Transformation als einer Bewegung „von unten“ gesprochen. Wie ordnen Sie die BiblioboXX in diesen Prozess ein?

A.: Die BiblioboXX, d.h. die BücherboXX Oder-Partnerschaft, ist ein gutes Beispiel dafür. Sowohl was den Entstehungsprozess angeht – der gemeinsame Umbau durch polnische und deutsche Jugendliche – als auch was die weitere Entwicklung angeht. Über die Wanderschaft der BiblioboXX durch die Region der Oder-Partnerschaft sind vielfältige Kontakte entstanden, die auch für andere kulturelle Projekte genutzt werden können.

6. Presse und Fernsehen sowie die sozialen Medien in Polen haben über die Aufstellung der BiblioboXX breit und ausführlich berichtet. Welche Rolle könnte die deutsch-polnische BiblioboXX weiterhin für den Dialog zwischen Wrocław und Berlin oder für Polen insgesamt spielen und wie beurteilen Sie den Standort direkt vor dem Willy-Brandt-Zentrum?

A.: Diese breite Resonanz ist natürlich schön und der Standort vor dem Willy-Brandt-Zentrum auch passend. Wichtig erscheint mir, dass das Projekt auf ein breites Fundament gestellt und von vielen verschiedenen Partnern getragen wird, sowohl auf der deutschen als auch auf der polnischen Seite. Nur so kann es ein lebendiger Schauplatz des Austausches sein. Ich wünsche dem Projekt jedenfalls weiterhin viel Erfolg.

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